Geschichten aus dem Leben #2

Geschichten aus dem Leben #2

Wir haben eine neue Blogreihe Gestartet, hier findest du den ersten Teil Geschichten aus dem Leben, dieses mal hat uns eine Geschichte erreicht. Die wir euch nicht vorenthalten wollen. Ramon hat uns Ihre Geschichte aus dem Leben erzählt und uns erlaubt diese auf Ahloha zu veröffentlichen.

Ich war viel zu Schüchtern um die Frau für das Leben zu finden

Ich war schon immer der Ruhige und Schüchterne Typ, selbst im Alter von 18 Jahren war ich eher der Einzelgänger. Richtige freunde hatte ich also in dem Sinne nicht. Es waren mehr oder Weniger Klassenkameraden oder Kollegen, jeder von Ihnen hatte eine Freundin oder einen Freund. Ich jedoch hatte keine Freundin, was ich für mich schon manchmal belastend fand. Gerade wenn man eben in der Disko war und alles Ihren Spaß hatten. Spaß hatte ich auch klar, aber ich fühlte mich eher wie das 5 Rad am Wagen.

So habe ich mich in Arbeit vergraben, wenn die Bekannten meinten sie wollen auf Party, habe ich immer Ausreden gesucht. Da es für mich eben keine Partynacht geworden wäre, ich stand ja immer die meiste Zeit allein in der Gegend rum. Aus dem Grund habe ich begonnen mich auf meine Kariere zu Konzentrieren und habe auch nicht mehr daran gedacht, eine Familie zu Gründen. In meiner Verwandtschaft haben Gerüchte um mich die runde gemacht, dass ich ja Homosexuell sein könnte. Sicher war ich es nicht und auch wenn, dann bin ich doch immer noch ein Mensch oder?

Die Karriere war nun meine Freundin

Jede freie Minute habe ich damit verbracht zu Arbeiten, klar habe ich mit 25 Jahren schon mein eigenes Unternehmen gehabt. Das war eben das was mich erfüllte, wobei ich eigentlich nie darauf erpicht war unbedingt erfolgreich zu sein. Aber das war nun mein Schicksal. Ich habe viele Abende und Wochenenden mit Arbeiten verbracht, für mich war es wie eine sucht, zu sehen wie mein Unternehmen wächst und wächst. Der Erfolg hat mir sehr gut getan, das muss ich an der Stelle einfach mal los werden.

Durch das Unternehmen, war ich auch sehr viel Unterwegs, auf Messen und Präsentationen. Ja, zum teil genoss ich auch den Rum den mir andere Unternehmer entgegen brachten. Ich habe mein Unternehmen noch weiter ausgebaut und in andere Unternehmen Investiert oder Insolvente Unternehmen gekauft um diese wieder auf zu Bauen oder eben zu schlissen und einen anderen zweig daraus zu machen.

So kam ich an den Punkt, das mir Geld wichtiger wurde als das Schicksal der Menschen die in diesen Betrieben Arbeiteten oder eben Gekündigt wurden. Mein eigenes Unternehmen und mein Investitionswachstum war mir einfach wichtiger als das der anderen.

Der Familienbetrieb der alles änderte

Es kam zu einem Unternehmenskauf, der Familienbetrieb war Insolvenz und hatte keine Möglichkeit aus dieser einfach wieder raus zu kommen. Da es für mich eine neue Herausforderung war Kaufte ich dieses Unternehmen, ohne das ich mehr darüber wusste. Man könnte sagen es war ein “Überraschungsei”. Für mich also eine Absolute Herausforderung, selbst das Dorf in dem der Familienbetrieb seinen sitz hatte kannte ich nicht. Ich entschloss mich also, mein neues Unternehmen auf zu suchen um zu sehen in wie weit ich mein Kapital da wieder mit gewinn raus bekomme.

Im Dorf angekommen, ich schätze es hatte um die 1000 Einwohner, einen kleinen Laden und sonst nichts. Es gab weit und breit einfach nichts. Ich erreichte das Unternehmen und hätte so nicht gedacht das hier in der Einöde noch ein Unternehmen Existierte. Zu meiner eigenen Überraschung, war es ein Transportunternehmen. Ich hatte ja so keinen Plan von Transporten und schon gar nicht von LKW. So suchte ich also das Büro des Geschäftsführers auf, das nicht schwer zu finden war. Ich klopfte an die Tür und eine Raue Bittere Stimme bat mich nun herein.

Ich stellte mich vor, der Ältere Herr hinter dem Schreibtisch Stand, lies sich langsam auf seinen Schreibtischstuhl zurück sinken. Setzen Sie sich, allein dieser Satz halte in meinen Ohren wie ein “Verschwinde”. Wir schauten uns nur an, und schwiegen. Damit ich der Stille einen Klang gab, bat ich ihn mich im Unternehmen herum zu führen und mir alles zu Zeigen. Er erwiderte nur, alles was Sie sehen gehört ja Ihnen. Sie können sich also frei bewegen. Da ich diese Situationen schon kannte, machte ich mich also selbst auf Erkundungstour.

In der Großen halle, kam mir eine Frau entgegen, die mich Fragte nach was ich denn suchen würde. Ich stellte mich vor und sie wusste genau wer ich war. Gegen meine Erwartungen führte sie mich also im Unternehmen um her und erklärte mir alles. Am Nachmittag habe ich mir ein Büro eingerichtet und wollte beginnen mich um die Bücher zu kümmern. Da ich mal wieder voll in der Arbeit vertieft war, merkte ich nicht das es schon Mitten in der Nacht war. Eine Unterkunft hatte ich auch nicht, also nutzte ich einfach die Couch im Eingangsbereich als mein Nachtlager. Geschlafen habe ich eher Schlecht, Es roch im gesamten Bereich nach Öl und Diesel.

Wach wurde ich vom Duft Heißen Kaffee und einer Stimme, die so lieblich klang. Das es schon fast einen Teil von Geborgenheit hatte. Ich öffnete die Augen und Sah Manja vor mir. Sie reichte mir den Kaffee und ein Brötchen und meinte, warum haben Sie hier geschlafen? Ich lächelte sie an und stieß hervor, das ich vergessen habe mir eine Unterkunft zu buchen.

Durch die Arbeit, kommt man sich näher

Die zusammen Arbeit war sehr gut, dazu muss eben auch gesagt werden, das Manja echt fleißig war. An einem Abend, als ich noch im Büro saß, klopfte es an der Tür. Verwundert stand ich auf und öffnete diese, Manja stand davor und bat mich um ein Gespräch. Sie erklärte mir das dass Unternehmen schon sehr lange in Familienbesitz ist und Ihr Uhrgroßvater dieses wohl gegründet hatte. Mit Tränen bat sie mich, das Unternehmen zu retten. Es hänge Ihre ganze Familiengeschichte, das ganze Privatkapital in diesem Unternehmen. Ihrem Vater würde nichts bleiben, wenn das Unternehmen nicht gerettet werden könne.

Klar war mein Gedanke, das eben auch mein Kapital nun in diesem Unternehmen steckte und das Unternehmen eben nicht erst seit heute die Probleme hat. Sie schaute mich mit nassen Augen und sagte, bitte versprechen Sie mir das Unternehmen zu Retten. Es hatte schon etwas mystisches muss ich zugeben. Es war das erste mal das ich nicht recht an mein eigenes Kapital oder die Karriere dachte. Also versprach ich ihr das Unternehmen zu retten, allerdings nur mit Ihrer Hilfe.

Die nächsten Wochen waren hart, nicht nur für mich auch für Manja. Wir hatten einiges der letzten Jahre auf zu Arbeiten und Aufträge an Land zu ziehen. Auf Grund von meiner Bekanntheit bei anderen Unternehmen, Liesen die ersten Gewinnbringenden Aufträge nicht auf sich warten. Man konnte den Aufschwung spüren, es waren viele Tage und Nächte die wir Arbeiteten. An Freizeit war nicht zu denken. Gerade wenn man eben denkt es läuft, kommt immer eine Niederlage und genau so kam der große Hammer. Einige der LKW waren zu Alt und hielten einfach der Dauerbelastung nicht mehr stand. Ständig waren Teile Kaputt oder LKW blieben auf der Strecke liegen.

Also musste weiter Investiert werden, ein Transportunternehmen ohne LKW macht ja keinen Sinn. Ich habe mich dann dazu entschlossen alle 5 Alten LKW durch neue zu ersetzen. Der Plan war, das wir so den Reparaturkosten erst einmal aus den Weg gehen konnten. Die neuen LKW wurden geliefert, als diese auf dem Hof standen und wir diese Begutachteten. Kam der Vater von Manja zu mir, es war lange her als ich ihn das letzte mal gesehen habe. Er hatte ein strahlen in den Augen und Schüttelte mir glücklich die Hand. Er bedankte sich mehrmals.

Mir viel auf das ihm wohl nicht klar war das die LKW kein Geschenk sind und das ihm das Unternehmen nicht mehr gehört, doch ließ ich ihm die Freude. Auch Manja weinte vor glück. Es war schon ein schönes Gefühl, das ich so in meiner Vergangenheit nicht erlebt hatte. So haben wir es geschafft das unternehmen in nur einem Jahr auf zu Bauen und wieder zum laufen zu bringen. Durch die enge Zusammen Arbeit mit Manja war es schon wie eine Beziehung, also ich dachte zumindest das es eine ist. Klar auf Arbeitsebene.

Aber wir kamen uns doch näher, wir scherzten oft und waren auch beim du angekommen, selbst im Dorf war ich angesehen. Da ich die Arbeitsstelle vieler Bewohner erhalten habe und noch weiter ausbauen konnte. Nach ein ein halb Jahren hatten wir in unserem Transportunternehmen 15 LKW im Fuhrpark. Manja und ich hatten öfter eine Nachtschicht eingelegt aber diese war anders.

Die Nachtschicht die alles veränderte

Es war ein warmer Sommerabend, an dem ich noch im Büro saß um einige Abrechnungen zu erledigen. Ein Geruch von Pizza lag in der Luft. Als meine Büro Tür aufging und Manja mit Pizza und Wein in der Tür stand. Lächelnd kam aus Ihren Mund, Zeit für Pause und Pizza. Da konnte selbst ich nicht wieder stehen, also gab es eben jetzt eine Pause. Manja fragte mich ob ich denn weiter im Büro nächtigen wolle. Sie bat mir an, ihr Gästezimmer zu beziehen. Mein erster Gedanke war, endlich wieder ein Bett. Eine richtige Dusche, also sagte ich zu. Sie stieß dann nur hervor, dann essen wir die Pizza zu Hause. Also war jetzt wohl Feierabend.

Etwas unwohl fühlte ich mich schon, als wir zu ihr gefahren sind, aber der Gedanke an ein richtiges Bett eine schöne Dusche überwog meine Zweifel. So ging ich Duschen und setzte mich dann zu ihr in das Wohnzimmer. Wir Assen die Pizza und Tranken den Wein. Die Gespräche flossen nur so und wir sprachen über alles was uns über die Lippen kam. Wir kamen uns an den Abend immer näher, aber eben so das man es nicht realisierte.

Durch die Nacht haben wir für uns beschlossen, das wir nun ein gemeinsames leben führen wollte. Es gab eben nur ein kleines Problem ich hatte ja noch andere Unternehmen die eben auch meine Aufmerksamkeit brauchten. Jedoch fühlte es sich hier bei Manja wie zu Hause an. So traf ich für mich eine Entscheidung. Ich habe meine Unternehmen mit Gewinn verkauft um ganz für das Transportunternehmen da zu sein. Ich wollte nicht mehr weg von Manja.

Das Unternehmen muss in Familienbesitz bleiben.

Mir war klar dass das Unternehmen weiter in Familienbesitz bleiben sollte. So habe ich darüber nachgedacht Manja zu Heiraten, allerdings wusste ich noch nicht wie ich ihr den Antrag machen sollte. Also habe ich mir Gedanken gemacht wie ein Antrag aussehen kann. Wärend ich in Gedanken war, kam Manja in das Büro mit Nassen Augen als ob sie gerade Geweint hat. Ich fragte sie was los ist. Sie setzte sich vor den Schreibtisch, mir schlug das Herz bis zum hals. Sie kramte in ihrer Handtasche und zog eine Kunsstoffteil hervor. Dabei begann sie zu weinen an und sagte mit weicher Stimme, es war nicht meine Absicht.

Es war ein Schwangerschaftstest, ich ging um den Trebitsch und zog sie an mich ran, nahm sie in den Arm und sagte es ist kein Grund um zu weinen, es ist ein Grund sich zu freuen. Dann freute sie sich auch. Heute sind wir schon 19 Jahre Verheiratet und das Unternehmen ist in Familienbesitz geblieben.

Das war die Geschichten aus dem Leben von Roman.

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